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Kultusminister Tonne fährt Inklusion vor die Wand

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat jetzt die Zahl der Förderstunden für Schüler*innen mit dem besonderem Förderbedarf geistige Entwicklung an den Regelschulen gekürzt.

Im vergangenen Jahr wurden an den Grundschulen noch vier von fünf Wochenstunden für sonderpädagogische Förderung von sonderpädagogisch ausgebildete Lehrkräften geleistet, was schon wenig war. Jetzt soll die Zahl der Förderstunden durch diese Lehrkräfte ab dem neuen Schuljahr auf 2,5 Wochenstunden reduziert werden, schreibt die "Nord-West-Zeitung" am 15. Juli 2022. Oldenburger Eltern haben dagegen in einem offenen Brief an den Minister protestiert. Sie schreiben: Wenn es so weitergehe werde „die Inklusion vor die Wand gefahren.“

Dazu erklärte der Oldenburger Landtagskandidat der Partei DIE LINKE, Hans-Henning Adler: „Die Eltern haben Recht. Die ja eigentlich richtige Entscheidung Schulkinder mit besonderem Förderbedarf nicht in Förderschulen gesondert zu unterrichten und sie statt dessen in die Regelschulen zu integrieren, funktioniert aber nur, wenn ausreichende sonderpädagogisch ausgebildete Lehrkräfte in den Schulklassen der Regelschulen eingesetzt werden. Passiert das nicht, werden die Eltern der betroffenen Kinder zu den Förderschulen zurückkehren wollen. Der Inklusionsgedanke wäre dann beerdigt. Das sollten wir nicht zulassen.“


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