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LINKE: Atommüll-Transport wegen Pandemie absagen

Die Partei DIE LINKE fordert die Absage des vom 26.10. bis 04.11. geplanten CASTOR-Transports mit hochradioaktiven Brennelementen aus Sellafield durch Niedersachsen nach Biblis. „Die Corona-Fallzahlen steigen rasant an. Die Durchführung wäre ein unverantwortliches Risiko für die beteiligten Arbeiter, Demonstrierende und rund 6.000 Bundespolizisten. Hier droht zusätzlich zum radioaktiven Risiko ein Super-Spreader-Event. Der Landkreis Wesermarsch, in dem das CASTOR-Schiff ankommen soll, ist bereits ein Corona-Risikogebiet mit amtlichem Beherbergungsverbot“, sagte der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE).

Perli appelliert an Bundesinnenminister Seehofer (CSU) den Transport für dieses Jahr abzusagen und hat dazu eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Seehofer hatte im März den ursprünglich für April geplanten CASTOR-Transport mit sofortiger Wirkung gestoppt. Als Begründung wurde der Infektionsschutz vor dem Corona-Virus genannt, da circa 6.000 Bundespolizistinnen und -polizisten am Einsatz beteiligt seien. Der LINKEN-Abgeordnete verweist darauf, dass die Zahlen der Neuinfektionen derzeit weit höher sind als im März.

Der CASTOR-Transport aus dem britischen Sellafield soll auf dem Seeweg nach Nordenham gebracht und anschließend auf der Schiene durch Niedersachsen und Hessen zum Atomkraftwerk Biblis transportiert werden. „Es ist mit keinem vernünftigen Argument zu rechtfertigen, so einen gefährlichen Transport von 6.000 Polizisten begleitet durch das Land rollen zu lassen. Das ist auch den Bürgern und Kleinunternehmen nicht zu vermitteln, die sich jetzt auf neue Corona-bedingte Einschränkungen einstellen sollen. Ich fordere Horst Seehofer auf, den CASTOR-Transport abzusagen“, so Perli.


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