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Soziale Auslese beenden – Schüler*innen länger gemeinsam lernen lassen

Die LINKE. Niedersachsen fordert ein Umdenken in der Schulpolitik

Aktuellen Zahlen zufolge gehen nach der Grundschule 43,6% aller Schüler*innen zum Gymnasium; Realschulen werden von 13,9%; Hauptschulen von 3,7%; Oberschulen von 21,9% und Gesamtschulen von 16,1% der Schüler*innen angewählt. Minister Tonne (SPD) nahm diese Werte zum Anlass für ein Loblied auf unser aktuelles Schulsystem und betonte, dass nichts geändert werden müsse.

Hier widerspricht die Landesvorsitzende der LINKEN in Niedersachsen, Heidi Reichinnek, energisch: „Dass immer mehr Eltern ihre Kinder für ein Gymnasium anmelden als Beleg für ein gutes Schulsystem zu werten, ist doch völlig absurd. Gymnasien werden mehr und mehr zur einzigen Option für Schüler*innen hochstilisiert, um später im Leben Erfolg zu haben – Abitur, Studium, Leistung zeigen! Bereits nach der 4. Klasse werden Kinder gemäß der Verwertungslogik der Wirtschaft nach ihrer Leistungsfähigkeit sortiert. Dabei werden durch soziale Ungleichheit bedingte Unterschiede weiter zementiert – da hilft auch kein halbgarer Kompromiss in Form einer Oberschule. Chancengleichheit ist in dem jetzigen dreigliedrigen System reine Illusion. Vor allem, da gerade Hauptschulen immer wieder zu ‚Problemschulen‘ herabgewürdigt werden, anstatt die Schüler*innen zu unterstützen und ihre Talente gezielt zu fördern. Durch die frühzeitige Zuteilung der Schüler*innen in die verschiedenen Schulen – sei es nun Hauptschule, Realschule und Gymnasium oder Oberschule und Gymnasium – werden die Aufstiegsmöglichkeiten beschränkt und die Polarisierung der Gesellschaft bereits im Kindesalter zugespitzt. Kein Wunder, dass möglichst viele Eltern ihre Kinder auf Gymnasien schicken wollen und sich von Hauptschulen abwenden, obwohl hier engagierte Lehrkräfte unter oft widrigen Bedingungen alles tun, um ihre Schüler*innen gut auf ihre Zukunft vorzubereiten. Das Verharren im längst überholten, dreigliedrigen Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert ist ein Armutszeugnis.“

LINKEN-Co-Vorsitzender, Lars Leopold, ergänzt: „Kinder haben kaum Chancen in der Schule ihre Talente und Stärken zu entfalten, wenn sie bereits nach der 4. Klasse auf die verschiedenen Schulformen aufgeteilt werden. Ihr Lebensweg ist damit quasi vorgezeichnet. An Gymnasien lastet extremer Druck auf den Kindern - wenn sie keine Leistung erbringen, müssen sie die Schule wechseln, weg von ihren Freund*innen und dem gewohnten Umfeld. Gleichzeitig ist es für Kinder auf den Real-, Haupt- oder Oberschulen überaus schwierig, nachträglich den Weg aufs Gymnasium zu schaffen. Hier bietet die Integrierte Gesamtschule eine Alternative, bei der die Kinder lange gemeinsam und dadurch voneinander lernen und ihre individuellen Potentiale ausschöpfen können. Nur so sind funktionierende Integration sowie Inklusion möglich. Es ist höchste Zeit, dass die Politik hier ein klares Signal setzt, die soziale Spaltung beendet und die Integrierten Gesamtschulen fördert!“


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