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Sitech Hannover darf nicht sterben!

Schließungsentscheidung durch Aufsichtsratsvorsitzenden der SITECH SP. Z O.O., Polen droht – LINKE fordert Arbeitsplatzgarantien für Sitech-Beschäftigte jetzt!

Dem Werk der Sitech Sitztechnik, Hannover, wurde durch Entscheidungen des VW-Konzerns im sogenannten ‚Make or buy Committee‘ (MBC) über zwei Fremdvergaben von Zukunftsmodellen des VW-Bus als Standort faktisch bereits das Aus Anfang dieses Jahrzehnts angekündigt. Damit nicht genug, wurde für den aktuell produzierten VW-Bus Typ T6.1 heimlich eine Parallelfertigung bei der Firma Faurecia in Stadthagen aufgebaut, vermutlich auf Kosten von VW. Damit droht das systematisch organisierte ‚Leerfahren‘ des Sitech-Werks in Hannover, was den Arbeitsplatzverlust für viele Beschäftigte in Hannover aber auch im Sitech-Werk Wolfsburg bedeutet.

Um dies möglicherweise auch offiziell abzusichern, wurde für den 4. März eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung der SITECH Spolka zograniczona odpowiedzialnoscia, Dachgesellschaft der deutschen Sitech Sitztechnik GmbH mit Sitz in Polkowice Dolne (Polen), einberufen. Eine Mitbestimmung mit Arbeitnehmerbeteiligung nach deutschem Mitbestimmungsgesetz gibt es aufgrund der dortigen Gesetzgebung jedoch nicht. Das bedeutet, die deutschen Mitglieder der Arbeitnehmerseite sind nur Zuschauer, aber nicht stimmberechtigt. Aufsichtsratsvorsitzender ist Thomas Schmall. Er entscheidet damit faktisch allein bzw. mit den übrigen Arbeitgebervertretern im Aufsichtsrat. Schmall ist zugleich der Komponentenvorstand der VW AG. So entscheidet er unter anderem über die operativen Geschäfte des Geschäftsbereichs Komponente, wozu auch die Sitech Sitztechnik GmbH gehört, ist aber gleichzeitig der entscheidende Aufsichtsratsvorsitzende. Dies wäre nach deutschem Recht nicht erlaubt, weshalb der Eigentümer VW vermutlich die polnische Dachgesellschaft gegründet hat. In dieser Personalunion ‚streitet‘ Schmall demnach mit sich selbst auch über die Zukunft von Sitech Hannover. Dazu der Landesvorsitzende der niedersächsischen LINKEN, Lars Leopold: „Dass Herr Schmall über das Wohl und Wehe von 470 Menschen faktisch unkontrolliert und völlig losgelöst vom deutschen Rechtsrahmen allein entscheiden kann, geht gar nicht! Wir fordern erstens: Es darf am 4. März keine Entscheidung über den Sitech-Standort Hannover getroffen werden, die Arbeitsplatzverluste zur Folge hätte! Zweitens: Wir fordern den VW-Konzernvorstand auf, jetzt endlich einzugreifen und dieses böse Spiel auf Kosten der Sitech-Beschäftigten und des Betriebsrates zu beenden!“

LINKEN-Co-Vorsitzende, Heidi Reichinnek betont: „VW ist und bleibt hier in der Verantwortung! Wir fordern daher den VW-Vorstand und den Ministerpräsidenten Stefan Weil dringend auf, dem bösen Spiel des Sitech- und VW-Managements unter Führung von Thomas Schmall jetzt nicht weiter tatenlos zuzuschauen und den Beschäftigten bei der Sitech Hannover und auch Wolfsburg eine Zukunft im VW-Konzern und in den betroffen Regionen zu garantieren!“

Beide LINKEN-Politiker sind sich einig, dass es sich bei der drohenden Schließung des Sitech-Standorts in Hannover um eine politische und nicht um eine ökonomische Entscheidung handelt. „Die Sitech Sitztechnik GmbH steigert jährlich ihre Gewinne. Das spielt offenbar jedoch keine Rolle. Am Sitech-Standort Hannover soll ein Exempel statuiert werden. Wenn dieses Vorgehen Schule macht, kommt nach einer Ausgliederung an Dritte die Standortschließung. Damit kann es praktisch jeden bei Sitech und VW treffen. Deshalb ist jetzt die Solidarität aller Beschäftigten im VW-Konzern mit ihren Kolleginnen und Kollegen bei Sitech gefordert! Sie muss jetzt noch deutlicher und lauter werden“, fordern Reichinnek und Leopold.

Deshalb halten wir auch an unseren Forderungen vom Januar 2020 fest, insbesondere jetzt:

•         Erhalt aller drei inländischen Standorte auf dem Beschäftigtenniveau von 2019!

•         Keine weitere Auftragsvergabe in Niedriglohnländer in Europa und anderswo!

•         Keine Ersatzproduktion für Sitze des VW-Modells T6 bei einer Fremdfirma Stadthagen!

Sitech Hannover darf nicht sterben!


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