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Regierung setzt Corona-positive Pflegekräfte moralisch unter Druck

„Die Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Spahn sind das Gegenteil von Wertschätzung für Pflegekräfte“, kommentiert Anne Zimmermann, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE. Niedersachsen, die Aussage, dass positiv auf eine Corona-Infektion getestete Pflegekräfte in Schutzausrüstung weiterarbeiten sollen. „Zu Anfang der Pandemie gab es für Pflegekräfte immerhin noch Applaus vom Balkon, mittlerweile scheint selbst das zu viel verlangt. Die Bundes- und Landesregierung erwarten von Pflegekräften, dass sie buchstäblich Schuften bis zum Umfallen – Wochenarbeitszeit von 60 Stunden, keine Zeit für Ruhepausen und nicht mal für Krankheit oder Quarantäne. Das verkennt alle Belastungen, auch die psychischen, die mit dieser Arbeit und mit dieser Diagnose einhergehen. Die Menschen, die in der Pflege arbeiten, werden auf ihre reine Arbeitskraft degradiert.“

„Das politische Handeln gefährdet Pflegekräfte, Patient*innen und Menschen mit Pflegebedarf“, ergänzt Lars Leopold, Landesvorsitzender DIE LINKE. Niedersachsen. „Statt nach einem Ausweg aus dem Pflegenotstand zu suchen, werden die verbliebenen Beschäftigten moralisch unter Druck gesetzt, ohne zu murren für die Politik die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Konzepte, wie man Pflegkräfte zurückgewinnen kann, die den Beruf wegen der vielfältigen Belastungen verlassen haben, werden Geld kosten, aber den Pflegenotstand wirklich beheben. Dafür müssen endlich Löhne und Arbeitsbedingungen deutlich verbessert werden. Aber dazu schweigen sich die Bundes- und Landesregierung aus.“


Solidarität mit den Beschäftigten der Meyer-Werft

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