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Osterurlaub mit Augenmaß ermöglichen - Vorstoß norddeutscher Landesregierungen geht in richtige Richtung

Angesichts der heutigen Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Schutzmaßnahmen, bei denen von den norddeutschen Landeschefs Schwesig, Weil und Günther ein Vorschlag eingebracht wird, Osterurlaub im eigenen Bundesland unter strengen Hygienemaßnahmen zu erlauben, erklärt Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der LINKEN in Niedersachsen: „Es ist niemandem vermittelbar, dass vollbesetzte Ferienflieger nach Mallorca aufbrechen, während es gleichzeitig verboten sein soll, die Ostertage mit Angehörigen des eigenen Haushalts in einer Ferienwohnung an der niedersächsischen Nordseeküste zu verbringen! Die Tatsache, dass darüber überhaupt diskutiert werden muss, zeigt, wie weit sich Politik teilweise bereits vom Alltagsverstand und von der Lebensrealität der Menschen entfernt hat. Das ist besorgniserregend und tut unserer Demokratie nicht gut!“

Ihr Co-Vorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Der Vorschlag von Schwesig, Weil und Günther macht auch wirtschaftlich Sinn! Viele kleine und mittlere Unternehmen der niedersächsischen Tourismusbranche ächzen inzwischen nach über einem Jahr im Lockdown; an diesen Betrieben hängen tausende Arbeitsplätze in Niedersachsen. Wir finden es grundsätzlich richtig, die Corona-Pandemie mit scharfen Maßnahmen zurückzudrängen. Diese sind jedoch nur deswegen seit Monaten nötig, weil Bundes- und Landesregierungen in der Pandemiebekämpfung kolossal versagen. Ohne Herdenimmunität und das dafür nötige Impfangebot kommen wir nicht weiter. Es gibt dennoch keinen vernünftigen Grund, warum es weniger gefährlich ist, sich mit dem Bus zur Arbeit oder mit dem Flugzeug nach Mallorca zu begeben, als abgeschieden und im Kreis der eigenen Familie ein paar Tage an der See oder im Harz zu verbringen!“


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