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Lohnerhöhungen statt Symbolpolitik in der Pflege

„Pflege kann eben nicht jeder. Frau Reimann entwertet einen hochqualifizierten Beruf, wenn sie meint, im Bundesfreiwilligendienst könnten junge Menschen wirkliche Berührungspunkte zu den Anforderungen in der Pflege erhalten“, erklärt Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion DIE LINKE anlässlich jüngster Überlegungen des niedersächsischen Sozialministeriums. „Menschen mit Pflegebedarf brauchen Fachkräfte – keine jungen Menschen, die sich ausprobieren wollen. Pflegekräfte brauchen schnell eine substantielle Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen – keine medienträchtige Symbolpolitik aus dem Sozialministerium. Und Pflegekräfte brauchen mehr Kolleginnen und Kollegen, denen sie vertrauen können, die kompetent sind und die sie entlasten. Aber diese Missstände in der Pflege werden in Niedersachsen nicht angegangen, obwohl Pflegekräfte bereits seit vielen Monaten für gute Pflege protestieren.“

„Hinzu kommt: Wenn man die Freiwilligen als Assistenzkräfte sinnvoll einsetzen möchte, muss man viel Zeit in deren Ausbildung stecken“, ergänzt Lars Leopold, Vorsitzender DIE LINKE. Niedersachsen. „Die Pflege in den Bundesfreiwilligendienst zu übernehmen kostet Pflegekräfte also Zeit und Energie, die sie gar nicht haben, für eine Ausbildung von Menschen, die nach einem Jahr weiterziehen. Und dann? Nach einem Jahr können sie von vorne anfangen und neue Freiwillige ausbilden. Wer denkt sich im Sozialministerium in Hannover denn solche Konzepte aus? Das hat nichts mit Kontinuität, Weiterentwicklung des Berufsstandes oder seiner Aufwertung zu tun.“


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