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Kurzarbeitergeld erhöhen - Existenzkrisen verhindern!

Arbeitnehmer in Kurzarbeit sollen mindestens 1.200 Euro monatlich erhalten. Das hat DIE LINKE im Bundestag beantragt. Sie unterstützt damit eine Forderung der Gewerkschaften ver.di und Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für ein branchenunabhängiges Mindestkurzarbeitergeld in dieser Höhe. Beschäftigte mit geringen Einkommen sollen auf diese Weise besser vor den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie geschützt werden. „Für sie kann die Corona-Krise schnell zur Existenzkrise werden. Das kann und muss die Politik verhindern“, so der für unsere Region zuständige Bundestagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE). Generell sollte das Kurzarbeitergeld auf 90% des Netto-Gehalts angehoben werden. Deutschland bilde mit zunächst 60 bzw. 67 Prozent Kurzarbeitergeld eher das Rücklicht im europäischen Vergleich.

„Vor allem das Gastgewerbe, das die Bereiche Beherbergung und Gastronomie umfasst, ist in besonderer Weise vom Lockdown betroffen. Die Gehälter der Beschäftigten waren hier schon vor der Pandemie ausgesprochen niedrig. Der mittlere Lohn für Vollzeitbeschäftigte liegt bei nur 2.036 Euro brutto. Bei einem hundertprozentigen Arbeitsausfall ergibt sich daraus ein Kurzarbeitergeld von 900 Euro“, rechnet Perli vor. Um bei voller Kurzarbeit über 1.000 Euro zu bekommen, müssten Beschäftigte mindestens 2.450 Euro brutto verdienen. Von einem Mindestkurzarbeitergeld würden auch Beschäftigte in Dienstleistungs- und Pflegeberufen profitieren.

„Das Kurzarbeitergeld muss endlich an die Realität der Beschäftigten angepasst werden. Es darf nicht sein, dass Menschen mit geringen Einkommen durch weitere Lohnausfälle für die Krise zahlen müssen und dann in Existenznöte geraten. Die Corona-bedingten Schulden müssen durch eine einmalige Vermögensabgabe für Milliardäre und Multimillionäre beglichen werden. Alle Statistiken zeigen, dass sie ihre Vermögen trotz der Krise vergrößert haben“, so Perli abschließend.


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