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‚Keen nich will dieken, de mutt wieken‘ – Landesregierung muss Küstenschutz endlich ernstnehmen

„Das plattdeutsche Sprichwort ‚Keen nich will dieken, de mutt wieken‘ (wer nicht will deichen, der muss weichen) hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt. Ging es früher darum, jemandem das Grundstück zu entziehen, der seinen Pflichten zur Deichunterhaltung nicht nachkommt, muss es heute der Landesregierung zugerufen werden. Denn die nimmt den Küstenschutz offenbar auf die leichte Schulter und will trotz steigender Meeresspiegel mindestens 25 Stellen für den Küstenschutz nicht entfristen. Offenbar sieht die Landesregierung den Deichbau – auch mit Blick auf den Klimawandel – nicht als Daueraufgabe“, kritisiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN. Leopold weiter: „Angesichts des fortschreitenden Klimawandels kann niemand ausschließen, dass es in den nächsten Jahrzehnten nicht neue Rekordwasserstände an den Küsten gibt. Und trotzdem hält die Landesregierung an den befristeten Stellen fest und riskiert damit in fahrlässiger Weise, dass sich die notwendigen Deicherhöhungen verzögern.“

Umweltminister Lies (SPD) selbst rechnet damit, dass der Deichbau aufgrund des Klimawandels verstärkt werden muss. „Dazu braucht es Geld und Experten, die mit dem Geld höhere Deiche bauen. Mehr Geld vom Bund hat der Minister bereits gefordert. Aber was die Fachleute betrifft, da sieht es deutlich schlechter aus. So sind 35 von 120 Stellen für ‚Planung und Bau wasserwirtschaftlicher Anlagen‘ beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) befristet. Gerade in Zeiten des Ingenieurmangels wird so auf Dauer nicht genug qualifiziertes Personal gefunden werden können. Deshalb müssen die Stellen endlich entfristet werden!“, fordert Franziska Junker, Mitglied des Landesvorstands der LINKEN.


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