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Handwerk und Azubis den Rücken stärken!

Die Corona-Krise ist auch am Handwerk trotz voller Auftragsbücher nicht spurlos vorbeigegangen. Mehr als 18.000 Lehrstellen konnten 2020 nicht besetzt werden. In quasi allen Branchen ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge zurückgegangen. Aufgrund der Unsicherheit durch die Pandemie schließen sowohl Jugendliche, als auch die Betriebe immer weniger Verträge ab. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat bereits ein Förderprogramm aufgelegt, welches Betriebe bei der Ausbildung finanziell unterstützen soll.

„Das Geschäft im Handwerk brummt, doch trotzdem will es mit dem Abschluss neuer Ausbildungsverträge nicht so recht klappen. Das stellt nicht nur die Betriebe vor eine Herausforderung, sondern ist auch ein Problem für junge Menschen, die sich Gedanken um ihre Zukunft machen. Gerade das Handwerk ist dabei wichtig für zukünftige Infrastruktur-Projekte, wie beispielsweise mehr sozialen Wohnungsbau“, kommentiert Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der niedersächsischen LINKEN den Rückgang der Ausbildungszahlen, „Sollte diese Lücke weiter anwachsen, wird der Facharbeiter*innen-Mangel im Handwerk in den kommenden Jahren verheerende Ausmaße annehmen. Deshalb muss die Niedersächsische Landesregierung endlich in die Strümpfe kommen und die Unterstützungsmöglichkeiten für ausbildungswillige Betriebe deutlich erhöhen.“

„Die Hürden für die bestehenden Förderprogramme sind zu hoch. Den Handwerksbetrieben muss es deutlich einfacher gemacht werden, die Fördergelder in Anspruch nehmen zu können. Nur so können auch kleinere Betriebe weiter konsequent ausbilden. Flankiert werden muss das Ganze durch ein Programm, dass die kostenlose Vorbereitung und Durchführung von Azubi-Abschlussprüfungen fördert und junge Menschen effektiver an suchende Unternehmen heranführt“, fordert deswegen Felix Mönkemeyer, jugendpolitischer Sprecher im Landesvorstand der niedersächsischen Linken, „Das Handwerk muss aber auch den Azubis eine Perspektive bieten. Zum Beispiel durch höhere Vergütungen und Übernahmegarantien. Nur so bleibt die Branche gegenüber der Industrie auch attraktiv.“


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