Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Familien in Niedersachsen verlieren 5 Milliarden Euro durch Kindergeldanrechnung

4,99 Milliarden Euro – das ist der Betrag, der armen Familien in Niedersachsen durch die Anrechnung des Kindergeldes auf die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Hartz IV) in den Jahren 2007 bis 2017 entgangen ist. Knapp 494 Millionen Euro waren es allein im Jahr 2017. 116.338 Familien waren betroffen. Jutta Krellmann, Abgeordnete der LINKEN aus Niedersachsen im Deutschen Bundestag und Sprecherin ihrer Fraktion für Mitbestimmung und Arbeit, erklärt dazu: 

• „Die Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz IV ist zutiefst ungerecht. Familienleistungen hängen vom Einkommen der Eltern ab. Kinder Gutverdienender profitieren vom Kinderfreibetrag. Kinder aus Familien, die nicht auf Hartz IV angewiesen sind, bekommen das Kindergeld. Die Ärmsten aber bekommen gar nichts. Das ist das Gegenteil vorausschauender Familienpolitik. DIE LINKE fordert, dass System von Grund auf neuzugestalten.“ 

• „Gerade die ärmsten Familien sind auf Unterstützung angewiesen. Bei ihnen geht jede Erhöhung des Kindergeldes ins Leere. Vom Kindergeld müssen endlich alle Kinder profitieren. Perspektivisch fordert DIE LINKE. eine eigenständige Kindergrundsicherung. Jedes Kind in Deutschland hat in dieser Gesellschaft ein Recht auf Teilhabe. Das muss finanziell unterfüttert sein. Die Bundesregierung steht in der Pflicht, Kinderarmut wirksam zu bekämpfen.“ 

• „Aber die Bundesregierung will an der ungerechten Anrechnung des Kindergeldes festhalten. Sozialminister Heil redet vom Lohnabstandsgebot. Damit spielt er Geringverdienende gegen Hartz-IV-Beziehende aus. Stattdessen sollte er sich für höhere Löhne einsetzen, wie es DIE LINKE. seit langem fordert.“ 


Jetzt erst recht! DIE LINKE. Online Mitglied werden. www.die-linke.de/mitgliedwerden

Arbeitsschutz & soziale Sicherheit

Positionierungen & Themenpapiere

  • 10 Anmerkungen zum „Arbeitsschutzprogramm für die Fleischwirtschaft“.