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Erneute Ausschreitungen bei Querdenken-Demo in Kassel – LINKE. Niedersachsen steht klar an der Seite der Gegendemonstrant*innen

Heidi Reichinnek, Vorsitzende der LINKEN Niedersachsen dazu: „Ein Trauerspiel, dass die Bilder heute nicht einmal mehr überraschen – eine von faschistischem Gedankengut unterlaufe Querdenken-Demo als Superspreaderevent marschiert durch Kassel. Angemeldet war sie nicht, trotzdem lässt man die Demo laufen. Die Polizei ist wahlweise überfordert oder räumt die Gegendemonstrant*innen aus dem Weg. Gleichzeitig wird die Presse aus der Demo der Corona-Leugner*innen attackiert. Auch die Gegendemo wird Ziel zahlloser Angriffe – gut dokumentiert auf diversen Videos und Mitschnitten. Instrumentalisierung von Kindern, Relativierung des Holocausts, rechtes Gedankengut an allen Ecken und Enden – was sich hier Bahn bricht ist blanker Hass. Die Verharmlosung genau dieser Bewegung führt dazu, dass die dortigen Akteur*innen weiter schalten und walten und ihren Einfluss immer mehr vergrößern können. Wer hier weiter mit Hufeisen wirft, abwiegelt und wegschaut, macht sich mitschuldig daran, dass unsere Demokratie von faschistischen Kräften immer weiter zerschlagen wird. Protest gegen die Corona-Maßnahmen, die nicht sozial abgefedert werden und die Last weiter auf die Schultern derjenigen abladen, die sowieso schon am meisten unter der Krise zu leiden haben, ist wichtig und nötig. Zu lange ist die Regierung im Blindflug durch die Pandemie gestolpert. Doch was in Kassel passiert, ist nichts anderes, als ein Angriff auf die Demokratie – dem stellen wir uns ganz klar entgegen!“

Stephanie Tietz, Vorstandsmitglied, ergänzt: „Unser Dank und unsere Solidarität gilt allen, die sich der Querdenker-Demo entgegengestellt haben. Trotz der doppelten Gefahr tätlich angegriffen zu werden oder sich durch das Nichtbeachten von Schutzmaßnahmen durch die Corona-Leugner*innen zu infizieren, waren hier zahlreiche mutige Menschen aktiv. Wir hoffen, dass alle wohlbehalten aus dieser Situation herauskommen, dies gilt auch für die Anwohner*innen, die von der Demo nahezu überrannt worden. Eins ist klar: wir dürfen uns von diesen Menschen nicht zurückdrängen lassen, sondern trotz dieser schwierigen Situation zusammenhalten. Wir fordern Aufklärung darüber, wie es zu einer solchen Eskalation kommen konnte!“


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