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Die Katastrophe ist nicht zuende

Die Celler Kreistags- und Stadtratsabgeordnete Behiye Uca, auch im Namen des Landesvorstands der Partei Die Linke zum vierten Jahrestag des Shingal-Massakers: "Die Katastrophe ist nicht zuende"

Im August 2014 überfielen IS-Terroristen die nordirakische Region Shingal. Tausende Menschen aus der dort lebenden religiös-ethnischen Minderheit der Eziden wurden getötet, Hunderttausende flohen, Frauen und Kinder wurden verschleppt. Immer noch befinden sich hunderte Frauen und Kinder in den Händen der Islamisten.

Wir Ezidinnen und Eziden erinnern am 3. August, dem vierten Jahrestag, an das Leid der Opfer dieses Genozids und ihrer Hinterbliebenen, an das Schicksal der Getöteten, an das Leid der Kinder und insbesondere der entführten und getöteten Mädchen und Frauen.

Völlig unverständlich ist vor diesem Hintergrund, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Überlebende dieses Genozids, die sich nach Deutschland flüchten konnten, jetzt vermehrt abschiebt. Auf Grundlage des Dublin-Abkommens sollen sie z.B. nach Bulgarien abgeschoben werden, wo es im Unterschied zu Deutschland kaum Mitglieder der religiös-ethnischen Gemeinschaft der Eziden gibt.

Leider sieht sich die religiöse Minderheit der Eziden seit Anfang des Jahres auch im syrischen Kanton Afrin bedroht. Seit dem Einmarsch der türkischen Armee ist dort das letzte zusammenhängende Siedlungsgebiet von 20 ezidischen Dörfern systematisch zerstört und die Bewohnerinnen und Bewohner vertrieben worden. Videos und Fotos aus Afrin zeigten, wie die dschihadistischen Kämpfer unter der Regie der türkischen Armee Denkmäler und Häuser in Afrin geplündert haben.

Zur Erinnerung gehört an diesem Jahrestag also erneut auch die Aufforderung an die internationale Gemeinschaft, völkerrechtswidrigen Kriegen und genozidalen Verbrechen entschieden entgegenzutreten.


Die Waffen nieder! Nein zum Kriegn, nein zum Völkerrechtsbruch durch Russland, für Deeskalation und Abrüstung

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