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Bergen: SPD, CDU und AfD leugnen im Stadtrat Beteiligung der Wehrmacht am Holocaust

DIE LINKE kritisiert, dass der Rat der Stadt Bergen keine gemeinsame Haltung zu einer Erklärung zum Weltfriedenstag fand. Bekanntlich war die von Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller und dem Leiter der Gedenkstättenstiftung, Dr. Jens Wagner, verfasste Erklärung wegen Differenzen vom Rat vertagt worden.

Behiye Uca, Landesvorstandsmitglied der niedersächsischen LINKEN und Mitglied im Kreistag Celle: „Die Rat der Stadt hat die Chance vertan, mit einem einvernehmlichen Votum ein starkes geschichtspolitisches Zeichen zu setzen. Jetzt bleiben nur Irritationen. Gerade hat doch die Gedenkstätte eine Ausstellung eröffnet, die unter anderem genau diese Beteiligung aufzeigt. Wie kann es da angehen, dass Kommunalpolitiker dies in Frage stellen. Dass 'Bedenkenträger' selbst in der SPD-Fraktion sitzen, macht mich fast sprachlos.“

Thorben Peters, stellv. Landesvorsitzender DIE LINKE Niedersachsen ergänzt mit scharfer Kritik: "Die Wehrmacht war systematisch und flächendeckend am Holocaust beteiligt. Ohne sie hätten die Lager niemals errichtet, die Massaker im Osten nicht durchgeführt und Millionen von Menschen nicht deportiert werden können. Der Mythus der sauberen Wehrmacht ist eine Lüge der Nachkriegszeit, welche bereits in den 70er Jahren wiederlegt wurde. Diese heute noch zu verbreiten, bedeutet nicht nur eine Verweigerung Lehren aus der Geschichte zu ziehen, es bedeutet dass die Täterschaft am Holocaust zu relativieren."


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