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Liebe Genoss*innen,
ein 1. Mai unter ganz neuen Bedingungen: keine großen Demos möglich, viel Unsicherheit und trotzdem haben engagierte Genoss*innen aus ganz Niedersachsen ihren Teil dazu beigetragen, den „Tag der Arbeit“ zum Kampftag zu machen! In diversen Kreisverbänden gab es kleine und mittlere Aktionen unter Einhaltung der geltenden Regeln und trotzdem laut und bunt, um unsere Forderungen präsent zu machen. Zudem haben wir erneut den digitalen Raum genutzt und mit unserer Videoaktion zentrale Themen der LINKEN. in Niedersachsen in die Öffentlichkeit getragen. Auch wenn uns wohl allen die gemeinsamen Demos mit unterschiedlichen Akteur*innen gefehlt haben, haben wir das Bestmögliche aus der Situation gemacht. Ein kurzer Bericht findet sich in diesem Newsletter – und nach dem 1. Mai ist vor dem 8. Mai. Wie jedes Jahr machen wir ganz deutlich, dass es überfällig ist, diesen Tag zum Feiertag zu machen, um seiner Bedeutung gerecht zu werden. Damit ihr dieser Forderung weiter über eure Netzwerke Nachdruck verleihen könnt, haben wir für euch ein paar Materialien gesammelt. Bleibt kämpferisch!
Solidarische Grüße
Heidi & Thorben
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Am 8. Mai 1945 wurde nahezu ganz Europa von Faschismus und Krieg befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten, die Tausenden, die noch in den KZ´s eingesperrt waren und Widerstandskämpfer*innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Chance eines Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Menschen, die den Faschismus bekämpften und Nazi-Deutschland besiegten. Die alliierten Streitkräfte sind und bleiben auch unsere Befreier*innen. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der antifaschistische Widerstand in Deutschland, in der Emigration, als Teil von Partisan*innenverbänden und in den Streitkräften der Antihitlerkoalition geleistet hat.
Am 8. Mai, den die Überlebenden als »Morgenröte der Menschheit« erlebt haben, wie es der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance-Kämpfer Peter Gingold ausgedrückt hat, wollen wir heute an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, so wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben.
Wir fordern, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg endlich auch in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag wird. Wir schließen uns der entsprechenden Petition der Holocaust-Überlebenden Ester Bejarano und der VVN-BdA an: https://bit.ly/3c6307L
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Ich überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich bin Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.
Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Dies schrieb ich in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.
Die militärische Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen als Befreiung zu begreifen, bedeutet die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch so zu handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass 75 Jahre danach extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten sitzen und in immer rascherer Folge Mord auf Mord folgt.
Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns: - AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten,
- das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen,
- einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden,
- Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen,
- die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und
- die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden.
Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht. Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung. – Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.
Deshalb: Achter Mai – arbeitsfrei! Zeit für Antifaschismus!
Esther Bejarano und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
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2020 müsse viele alte Traditionen neu interpretiert werden - aus diesem Grund haben wir als Landesverband beschlossen eine digitale Demo in Form eines Videos abzuhalten. Dafür konnten wir Genoss*innen aus ganz Niedersachsen gewinnen, die in kurzen Beiträgen deutlich gemacht haben, wofür es sich am 1. Mai und jeden anderen Tag auch zu kämpfen lohnt.
Das gesamte Video findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=QvxbAyowm8w
Eine Kurzversion gibt es ebenfalls auf unserem YouTube-Kanal. In vielen Orten wurden kleinere Demos oder Aktionen durchgeführt. Wir möchten diese auf unserer Homepage sammeln und zeigen, dass wir als LINKE. auch in Zeiten der Corona.Krise aktiv sind. Wenn ihr Fotos habt schickt diese doch gerne mit Ortsangabe an: heidi.reichinnek@dielinke-nds.de
Als thematisch passende Lektüre sei euch unser Kommentar zu den Beschlüssen des Koalitionsausschusses empfohlen: https://www.dielinke-nds.de/fileadmin/user_upload/Kurzpapier_Koalitionsausschuss.pdf
Wir danken allen Genoss*innen für ihren Einsatz zum diesjährigen 1. Mai - nächstes Jahr sehen wir uns wieder auf den Straßen!
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In der kommenden Woche (ab dem 4.5.) erscheint der Sammelband „Perspektiven jenseits der neoliberalen Hegemonie. Zur Erinnerung an Herbert Schui“ im PapyRossa Verlag und ist damit in den lokalen Buchläden eures Vertrauens erhältlich. https://shop.papyrossa.de/Brueckmann-Artur-ua-Jenseits-der-neoliberalen-Hegemonie ISBN 978-3-89438-735-8
Mindestens seit der Weltwirtschaftskrise 2007 ff. befindet sich der neoliberale Kapitalismus in der Krise. Doch wie gelingt ein Bruch mit der neoliberalen Hegemonie? Und was kommt nach ihr? Diese Frage stellt sich angesichts der aktuell zugespitzten Lage und der Beantwortung von „Corona“ in der herrschenden Logik zunehmend dringender. Der Zielhorizont ist eine lebenswerte Zukunft für alle mit sozialer Gleichheit, Verwirklichung von Demokratie als Alltagsprinzip und einer emanzipatorischen Kultur, kurz: eine humane Gesellschaft.
Um diese Perspektive ging es in der wissenschaftlichen und politischen Arbeit von Herbert Schui (1940 - 2016). Er war Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP), Mitbegründer der MEMORANDUM-Gruppe für Alternative Wirtschaftspolitik und u.a. aktiv in der Partei DIE LINKE. Die sozialökonomischen, politischen und kulturellen Aspekte seines Wirkens auszuleuchten, war Anliegen des Symposiums im November 2017 in der ehemaligen HWP an der Universität Hamburg. Das Buch versammelt nun darauf fußend Beiträge von Stephanie Blankenburg, Torsten Bultmann, Klaus Ernst, Kristian Glaser, Werner Goldschmidt, Rudolf Hickel, Norman Paech, Wolfgang Räschke, Patrick Schreiner, Rainer Volkmann, Olaf Walther, Lucas Zeise und den Herausgeber*innen.
Anlässlich des viel zu frühen Todes von Herbert, hinterließen Genossen aus Niedersachsen einen Nachruf zu seinem Leben und Wirken.
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Von euch, für euch: Neue Artikel auf dem Onlineblog unserer Mitgliederzeitung. Alle Mitglieder sind zudem aufgerufen, Artikelideen einzureichen. Insbesondere zum Thema 8. Mai – Tag der Befreiung möchten wir euch einladen, sich mit Ursachen und Folgen des Faschismus auseinanderzusetzen.
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1.Mai – Heldinnen und Helden der Arbeit
Arne Brix
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Arne Brix schreibt über die Realität vieler Beschäftigter, unehrliche Debatten und die Versäumnisse der letzten Jahre gegenüber „systemrelevanten“ Berufen.
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Die Rolle der LINKEN in der Coronakrise
Amira Mohammed Ali
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Amira Mohammed Ali schreibt über die Krise unserer Zeit, Existenzängste vieler in der Bevölkerung und über die Aufgaben, welche ihre Ansicht DIE LINKE umso mehr erfüllen muss.
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Von Spargel und Erdbeeren – Billigarbeit hat ganzjährig Saison
Christian Suhr
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Christian Suhr schreibt über die unwürdigen Bedingung der SaisonarbeiterInnen und stellt sich der Frage, wie eine nachhaltige, soziale und krisenfeste Landwirtschaft aussehen kann.
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Der schmale Grad zwischen Freiheit und Gesundheit
Lea Sankowske
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Lea Sankowske schreibt über die schwierige Abwägung zwischen notwendigen sowie schädlichen Einschränkungen in Zeiten von Corona und zeigt Perspektiven auf, wie die politische Arbeit trotz alledem gelingen kann.
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Politische Bildung für die Westentasche
Maximilian Paul Schulz
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Maximilian Paul Schulz schreibt über seine Erfahrungen in der politischen Bildung in Zeiten von Corona und zeigt Perspektiven aber auch Grenzen der „politischen Agitation“ durch technische Hilfsmittel auf.
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Schulen und Corona – Wie geht’s weiter?
Arnold Neugeborn
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Arnold Neugeborn kommentiert die neuesten Pläne zwischen Bund und Länder, zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs und plädiert für eine Verbesserung der Schulen.
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