„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“. So bestimmt es Artikel 20 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes. Die wenigsten Menschen empfinden diese Rechtsnorm jedoch als Realität. Eine immer weiter zurückgehende Wahlbeteiligung macht deutlich, wie gering die Erwartungen der Einwohnerinnen und Einwohner an positive politische Veränderungen sind. Das kann sich nur ändern, wenn die Menschen an den Entscheidungsprozessen teilnehmen können. Zu hoch sind die Hürden für Mitsprachemöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger bei Volksentscheiden und Einwohnerbegehren.
Demokratisierung der Verwaltung
Bürokratische Regelungen in der Niedersächsischen Gemeindeordnung verhindern, dass die Bürgerinnen und Bürger über die Fragen abstimmen dürfen, die sie bewegen, z.B. über Bauleitpläne oder Vorhaben, die mit Planfeststellungsverfahren verbunden sind.
Verwaltungsreform hieß für die verschiedenen Landesregierungen in der Vergangenheit immer nur eines: Personalabbau und Arbeitsverdichtung. Letztlich bedeutete dies weniger Bürgernähe und weniger Motivation der Beschäftigten. DIE LINKE will einen anderen Weg beschreiten. Eine einwohnerInnenfreundliche Verwaltung muss unter nachvollziehbaren Kriterien ihre Aufgaben erledigen. Dies kann sie nur tun mit dem dafür nötigen Personal. Bestehende Hierarchien sollten abgebaut werden und die Entscheidungsebene weiter nach unten verlagert werden.
Die Abschaffung der Bezirksregierungen durch die Landesregierung hat nicht zu mehr Demokratie geführt. Entscheidungsstrukturen wurden zentralisiert oder Regionen, Landkreisen und kreisfreien Städten übertragen ohne die nötigen finanziellen Mittel bereit zu stellen.
Die Landesregierung hat mit der Abschaffung des Widerspruchsverfahrens die Möglichkeiten der EinwohnerInnen Niedersachsens verkürzt, Verwaltungsentscheidungen überprüfen zu lassen. Jetzt kann nur noch mit hohem Kostenrisiko geklagt werden. Dies tun trotzdem nicht wenige. So werden auch noch die Verwaltungsgerichte zusätzlich belastet.
Die amtierende Landesregierung hat die Mitbestimmung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes weiter abgebaut und die Demotivierung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes weiter vorangetrieben.
DIE LINKE setzt sich für folgende Ziele ein: