8. Januar 2014 Sabine Lösing, Hans-Georg Hartwig

Truppenabzug sofort statt Festakte

Am Donnerstag, dem 9. Januar 2014 werden im Niedersächsischen Landtag bei einem Festakt mehrere hundert Soldatinnen und Soldaten der 1. Panzerdivision zu ihren Auslandseinsätzen in Afghanistan, auf den Balkan sowie in Mali verabschiedet. Hierzu erklären Sabine Lösing, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE Niedersachsen und Hans Georg Hartwig, der friedenspolitische Sprecher des Landesvorstandes DIE LINKE Niedersachsen:

„Angesichts der katastrophalen Bilanz des Einsatzes in Afghanistan und der Allgegenwärtigkeit von Tod und Leid in den Einsatzländern ist ein Festakt nichts weiter als zynisch. Bis Mai 2013 sind in Afghanistan 3.300 Soldatinnen und Soldaten gestorben, darunter 54 Bundeswehrsoldaten und drei deutsche Polizisten. Ein Festakt verbietet sich vor diesem Hintergrund von selbst“, so Lösing. „Wir unterstützen daher den Protest der Hannoverschen Friedensbewegung voll und ganz, die zu einer Kundgebung am 9.1.2014 um 9:30 Uhr an der Kreuzung Karmarschstraße/Leinstraße aufgerufen hat“, so Lösing weiter.

Hans-Georg Hartwig: „Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, dass die Bundeswehr auch nach dem Abzug im Rahmen einer ‚Beratungsmission unter Nato-Führung‘ in Afghanistan bleibt. Dafür sollen laut ehemaligem Bundesverteidigungsminister ca. 600 - 800 Soldaten bereitgestellt werden. Statt die Soldatinnen und Soldaten weiter Todesgefahren in Afghanistan und anderswo auszusetzen, müssen endlich konkrete Schritte zu einem vollständigen Abzug der Einsatzkräfte eingeleitet werden. Das wäre dann tatsächlich ein Grund zum Feiern!“