11. Juni 2014 Manfred Sohn

LINKE kritisiert Landesrechnungshof

DIE LINKE Niedersachsen kritisiert die neueste Empfehlung des Landesrechnungshofes Niedersachsen, die Eintrittspreise in kommunalen Schwimmbädern zu erhöhen. „Das wäre ein vollkommen falsches Signal und sozialpolitisch unverantwortlich“, erklärte der Landesvorsitzende der LINKEN, Dr. Manfred Sohn. „Schwimmbäder sind aus unserer Sicht ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge, die auch künftig in allen Kommunen vorhanden und vor allem für alle Bevölkerungsteile bezahlbar sein müssen.“ Für den Schulsport, als Sporteinrichtung oder auch einfach nur für die Freizeitgestaltung gerade von Kindern und Jugendlichen seien Bäder unverzichtbar. Dabei seien erfahrungsgemäß Schwimmbäder nicht kostendeckend zu betreiben. „Bäder ohne kommunalen Zuschussbedarf sind bundesweit die Ausnahme. Das haben mittlerweile auch private Badbetreiber erkannt, die sich in den letzten Jahren mit Ausnahme von Spaß- und Wellnessbädern aus diesem Bereich fast völlig zurückgezogen haben“, so Sohn weiter. „Und zu glauben, dass man bei rückläufigen Besucherzahlen mit höheren Eintrittspreisen bessere Ergebnisse erzielt, entbehrt auch betriebswirtschaftlich jeder Logik.“