10. März 2017

Rückzug der Volksbank aus der Fläche wäre verhängnisvoll

Lars Leopold, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE. Niedersachsen und Kommunalpolitiker in der Samtgemeinde Leinebergland

Erst hat die Sparkasse erste Filialen geschlossen und für die Zukunft weitere Schließungen nicht ausgeschlossen. Jetzt zieht die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen nach und will sich nach Medienberichten von einem Drittel ihrer Standorte trennen. Hierzu erklärt Lars Leopold, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE. Niedersachsen: „Die Schließung der Filialen u.a. in der Stadt Hildesheim, Giesen, der Region Hannover ist für viele Menschen in den betroffenen Regionen verhängnisvoll. Insbesondere ältere Menschen sind darauf angewiesen, einen wohnortnahen Zugang zu ihrer Filiale zu haben. Die Volksbanken haben gerade im Flächenland Niedersachsen eine zentrale Versorgungsaufgabe. Dieser Verantwortung sollten sich die Vorstände der Volksbank bewusst sein und sie auch weiterhin übernehmen.“

Leopold weiter: „Die Volksbank wirbt auf ihrer Internetseite damit, dass sie lokal verankert und regional vernetzt ist. Diesem Anspruch kann sie bei dem geplanten massiven Rückzug aus der Fläche nicht mehr gerecht werden. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, die auf ‚ihre‘ Bank vertrauen, appelliere ich an die Vorstände der VR-Banken, ihre unternehmerische Entscheidung noch einmal zu überdenken.“

Rita Krüger, ebenfalls Mitglied des Landesvorstands bei den LINKEN, gibt zu bedenken: „Unter jetzigen Umstrukturierung leiden jedoch nicht nur die Kunden, sondern auch die Beschäftigten. Denn die Schließung der Filialen geht mit einem erheblichen Personalabbau und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen verbunden mit Gehaltsverlusten einher. Das ist nicht hinnehmbar. Wenn schon beim Personal gespart werden soll, gehören zu allererst die Vorstandsgehälter auf den Prüfstand.“