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28. November 2017

LINKE fordert Konsequenzen nach Kostenexplosion beim Leuphana-Audimax

DIE LINKE in Niedersachsen fordert den Rücktritt des Lüneburger Universitätspräsidenten Sascha Spoun und eine Rückkehr zu einem öffentlichen Universitätsmodell. Das Modell einer Stiftungsuniversität ist für DIE LINKE damit endgültig gescheitert.

Das Landesvorstandsmitglied der LINKEN Thorben Peters, selbst Student an der Leuphana, erklärt: „Mit jetzt 60 Millionen Euro Baukostensteigerung auf 110 Millionen Euro ist fast eine Verdopplung erreicht – und die Endabrechnung steht noch aus. Die Verantwortung dafür tragen neben Sascha Spoun als Präsident auch die vergangenen Wissenschaftsministerinnen- und Minister, die sehenden Auges die Kostenexplosionen und das von vornherein wackelige Finanzierungskonzept mitgetragen haben. Keinesfalls dürfen die Fehler von Präsidium und Wissenschaftsministerium jetzt als Vorwand genutzt werden, Gelder aus Forschung und Lehre abzuziehen. Das akademische Personal hat die Mehrkosten nicht zu verantworten. Wir fordern daher, dass das Land Niedersachsen die Mehrkosten übernimmt, unter der Bedingung, dass die Leuphana Universität wieder landeseigene Universität wird und sich endgültig vom gescheiterten Stiftungsmodell verabschiedet.“

Das Leuphana Audimax ist pro Quadratmeter nunmehr das teuerste Großprojekt der öffentlichen Hand das in Deutschland jemals gebaut wurde. Mit über 8.000 Euro je Quadratmeter Nutzfläche ist das Projekt etwa viermal so teuer wie sozialer Wohnungsbau und sogar teurer als die Elbphilharmonie in Hamburg. Dazu erklärt Thorben Peters abschließend: Nach der Fertigstellung verfügt die Universität über weniger Quadratmeter Nutzfläche als vorher, da Sie zur Gegenfinanzierung andere Standorte verkaufen musste. Hätte man dieses Geld für Wohnraum verwendet, man hätte gut 1000 Wohnungen bauen können – was etwa dem Bedarf ganz Lüneburgs an zusätzlichem Wohnraum entspricht.“