24. Januar 2017 Pia Zimmermann, MdB

VW steuert in die Sackgasse

Pia Zimmermann, MdB

"Die schlechte Auftragslage im Ergebnis des Abgasbetruges darf nicht zu Kurzarbeit und Entlassungen führen", erklärt Pia Zimmermann, Wolfsburger Bundestagsabgeordnete und Sprecherin der niedersächsischen Bundestagsgruppe der LINKEN zu den jüngsten Plänen von VW.

„Volkswagen will tausende Beschäftigte aus der Stammbelegschaft und den Zulieferbetrieben zunächst für zehn Tage in Kurzarbeit schicken. Und es sollen hunderte Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen entlassen werden. Das ist ein wirtschaftlicher und sozialer Skandal, denn die mangelhafte Planung an der Konzernspitze darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Stattdessen muss der Porsche-Piëch-Clan in Haftung genommen werden, denn sie haben am Abgasbetrug verdient“, so MdB Pia Zimmermann.

Auch wenn die Maßnahme nur vorübergehend sei, würde Volkswagen damit ein ganz schlechtes Signal in die Region senden. Außerdem habe der Konzern sich weitere Schritte vorbehalten, so die Abgeordnete weiter, das müsse auch den Standorten in Osnabrück, Salzgitter und Wolfsburg zu denken geben. „Die Armut in der Region Emden darf nicht weiter verstärkt werden. Emden darf nicht ausbluten. Bei Volkswagen fährt man aber offenbar die Politik, Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen je nach Lage spontan an- und abzustellen. Vergessen wird dabei, dass ein Unternehmen wie Volkwagen eine enorme Verantwortung trägt. Die Stammbelegschaft genauso wie Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen brauchen Sicherheit und Perspektive. Eine Heuern-und-Feuern-Taktik mag zwar die Rendite in Schwung bringen, richtet aber sozialen und politischen Schaden an“, erläutert Pia Zimmermann.

Nicht zuletzt müsse auch die Landesregierung hier Profil zeigen und auf ein Umsteuern hinwirken. „Ich möchte klar sagen, dass Stephan Weil und Olaf Lies zusammen mit den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat von VW eine Mehrheit haben. Da wären doch durchaus auch andere Ergebnisse zu erzielen“, betont die Abgeordnete der LINKEN. Die von der Konzernspitze verursachten Skandale und Probleme mit einer Politik der sozialen Rücksichtslosigkeit zu bekämpfen, sei weder ein Weg für die Region Emden, noch für Niedersachsen.