6. März 2018

Lehrermangel: Weiteres Zögern der Landesregierung vertieft die Krise weiter

Pia Zimmermann und Lars Leopold fordern Änderung der Rahmenbedingungen, um Lehrerberuf attraktiver zu machen.

Niedersächsische LINKE fordert eine Attraktivitätsoffensive für Lehrerberuf

„Im laufenden Schuljahr droht noch mehr Unterricht auszufallen und noch mehr Gymnasiallehrer müssen an Grundschulen Löcher stopfen. Unter der enorm dünnen Personaldecke an Niedersachsens Schulen leiden jedoch nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die vorhandenen Lehrkräfte. Die nämlich müssen die personelle Unterversorgung mit Mehrarbeit ausgleichen“, erklärt Pia Zimmermann, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der niedersächsische LINKEN. Zimmermann weiter: „Nach Jahren verfehlter Personal- und Ausbildungspolitik unter schwarz-gelber oder rot-grüner Federführung müssen endlich wieder mehr Pädagogen ausgebildet werden. Hierfür muss vor allem die Fehlentscheidung, die Anzahl der Studienplätze für Lehrämter abzubauen, dringend korrigiert werden. Ohne eine spürbare Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufes durch eine bessere Bezahlung und deutliche Entlastungen bei der Arbeitszeit wird die Unterrichtsmisere kaum behoben werden können.“

Vorstandskollege Lars Leopold ergänzt: „Dass Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen schlechter bezahlt werden als ihre Kolleginnen und Kollegen an den Gymnasien, ist nicht nachvollziehbar und ganz sicher ein Grund dafür, dass dieser Berufszweig nicht ganz oben in der Beliebtheitsskala rangiert. Damit auch künftig neue Lehrerinnen und Lehrer gewonnen werden können, müssen alle Lehrkräfte mindestens nach A13 besoldet werden. Für eine deutliche Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs wird man auch nicht darum herumkommen, die Arbeitsbelastung zu verringern, die Klassenstärken zu reduzieren und die Lehrkräfte durch ausreichend Sozialarbeiter*innen zu unterstützen. Jedes weitere Zögern der Landesregierung wird die Krise jedoch weiter vertiefen.“