20. Juni 2017 Anja Stoeck, Landesvorsitzende

Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan

LINKE unterstützt Forderungen des niedersächsischen Flüchtlingsrates

„Erst kürzlich wieder hat Innenminister Pistorius Forderungen nach einem Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins eine klare Absage erteilt. Dabei muss jetzt selbst dem Letzten klar sein: Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland“, erklärt Anja Stoeck, Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der niedersächsischen LINKEN für die Landtagswahl. Stoeck weiter: „Die Lage im von Krieg und Terror geschüttelten Afghanistan verschärft sich stetig. Menschen werden von radikalen Taliban-Anhängern gejagt, gefoltert und getötet, wenn sie sich für Bildungschancen für Mädchen einsetzen, sich für eine liberale Gesellschaft engagieren oder für die Rechte von Frauen eintreten. Abschiebungen von Flüchtlingen dorthin sind verantwortungslos und Ausdruck einer menschenverachtenden Politik. Mit jeder Abschiebung nach Afghanistan werden Menschenrechte weiter untergraben sowie Verletzung und Tod der Abgeschobenen in Kauf genommen. Die Landesregierung muss jetzt die Reißleine ziehen und dieser zynischen, menschenverachtenden und inhumanen Asylpolitik mit einem sofortigen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan ein entschiedenes Zeichen entgegensetzen.“