21. März 2018 Jochen Wenk

Linke solidarisch mit Schaf- und Ziegenhaltern in Niedersachsen

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DIE LINKE in Niedersachsen unterstützt die Forderung der Schaf- und Ziegenhalter zur Einführung einer Weidetierprämie. Für die Linksfraktion im Bundestag forderte die Abgeordnete Kirsten Tackmann von der Regierung die Wiedereinführung einer Weidetierprämie. Bisher hat lediglich das Bundesland Thüringen, einziges Bundesland mit einem Linken Ministerpräsidenten, eine solche Weidetierprämie.

Der Bundesverband der Berufsschäfer e.V. hatte zur Demonstration #SchäfereiRetten, vor dem Bundeslandwirtschaftsministerum  (BMEL) aufgerufen. Dem Aufruf waren 200 Schäfer und Ziegenhalter gefolgt. Dies sind mehr als ein Viertel der Berufsschäfer. 989 Schäfer gibt es nur noch in Deutschland. Unterstützt wurde die Demonstration vom WWF, NABU, BUND, Freundeskreises freilebender Wölfe e.V. sowie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL)

Den Schäfern steht das Wasser bis zum Hals, es geht um das nackte Überleben für die Schäfer und Ziegenhalter. Ohne eine Muttertierprämie von 38,00€, die eingefordert wurde, geht es einfach nicht mehr. Die Prämie wurde noch bis 2005 gezahlt und sicherte das Überleben. Dann schaffte die EU die Prämie ab. In 22 Ländern wird sie bis heute noch gezahlt, denn einzelne Staaten dürften sie nach EU-Vereinbarung weiterzahlen, Deutschland zahlt sie jedoch nicht. 6.4 Milliarden stehen aus dem EU-Topf für die Landwirtschaft zur Verfügung. 40 Millionen würde die Mutterschafprämie kosten.  

Zu den Beweggründen der Forderungen erklärt Schäfer Knut Kuzcnik: „Auf unseren extensiv genutzten Weideflächen der Schäfer und Ziegenhalter können Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer sowie Wildkräuter überleben. Auf unserem Land wird Trinkwasser generiert. Wir sorgen dafür, dass die Deiche stabil bleiben, dass keine Lawinen in den Bergen abgehen. Wir sind diejenigen, die Brandschutz machen um die Städte herum. Wir machen unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft, die wir aber leider niemandem in Rechnung stellen können.“

Die Petition, die letzten Schäfer sind in Not, #SchäferreiRetten, hatten bis zum Zeitpunkt der Demonstration über 86 000 Menschen gezeichnet. Einen Link zur Petition findet Ihr hier.