19. Juni 2018

Preis für Wilfried Manneke für antifaschistisches Engagement

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat heute den Paul Spiegel Preis an den Mitbegründer des „Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus“ Wilfried Manneke verliehen. Zu der Preisverleihung war auch der Landesverband der Partei DIE LINKE. Niedersachsen geladen, der mit seiner Landesvorsitzenden Anja Stoeck sowie dem Landesgeschäftsführer Dr. Michael Braedt vertreten war.

Der Namensgeber des Preises, Paul Spiegel, der vor 12 Jahren verstarb,war Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland und ein unermüdlicher Kämpfer gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und für eine starke demokratische Gesellschaft. Der diesjährige Preisträger Wilfried Manneke steht voll in dieser Tradition. Seit 1995 Pfarrer in Unterlüß, hat er in der Südheide den Widerstand gegen Nazizentren organisiert und 2009 das „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus geschaffen. Ein Brandanschlag auf sein Haus in 2011 und eine ständige Bedrohung seiner Familie durch rechte Gewalttäter haben ihn in seiner antifaschistischen Arbeit nicht stoppen können.

Die Laudatio hielt mit sehr engagierten Worten die ehemalige Landesbischöfin von Hannover, Prof. Dr. Margit Käsmann. Anja Stoeck betonte, sie sei sich einig mit Frau Käsmann, dass es einen starken demokratischen Widerstand gegen die zunehmenden Rechtstendenzen, die Hetze gegen Geflüchtete und den zunehmenden Antisemitismus in unserem Lande geben müsse. Wilfried Manneke habe aufgrund seines jahrzehntelangen antifaschistischen Engagements diese Auszeichnung verdient, die er selbst stellvertretend für das breite Bündnis gegen Rechts entgegen nahm.