1. März 2017

Unterrichtsausfall ist hausgemacht

Lars Leopold, Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE. Niedersachsen

LINKE kritisiert sinkende Unterrichtsversorgung in Niedersachsen

Für die allgemeinbildenden Schulen liegt die Unterrichtsversorgung laut Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) im Schnitt nur bei 98,9 Prozent, weil Lehrkräfte fehlen. Hierzu erklärt Lars Leopold, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE. Niedersachsen: „Das ist der niedrigste Wert seit Jahren, den die Kultusministerin uns nun als ‘richtig gutes Ergebnis’ verkaufen will. An Niedersachsens Schulen fehlen weiter Lehrkräfte, um eine höhere Unterrichtsversorgung sicherzustellen. Die Ministerin kriegt das Problem einfach nicht in den Griff. Eine vorausschauende Personalplanung sieht anders aus.“

Leopold weiter: “Die rot-grüne Landesregierung spart beim Personal auf Kosten der Schülerinnen und Schüler. Aber nicht nur die leiden unter der dünnen Personaldecke an Niedersachsens Schulen, sondern auch die vorhandenen Lehrkräfte. Die müssen die personelle Untervorsorgung nämlich mit Mehrarbeit ausgleichen.“

Vorstandskollegin Rita Krüger betont: „Unsere Schulen brauchen dringend eine deutlich höhere Ausstattung mit Lehrkräften, mindestens in Höhe von 105 Prozent der Unterrichtsstunden. Dann sind auch Ausfälle wegen Krankheit, Fortbildungen und andere schulische Aktivitäten einkalkuliert. Das muss auch die Landesregierung endlich einsehen. Die Kultusministerin darf die Situation nicht weiter bagatellisieren und schönreden, sondern sie muss endlich liefern. Ansonsten droht noch mehr Unterrichtsausfall und eine mangelhafte Bildung.“