12. Juni 2017

Landesregierung knausert bei den Jüngsten – Unsere Kinder sind mehr wert

Lars Leopold

„Statt Kitas nach dem Gießkannen-Prinzip zu fördern, muss Frauke Heiligenstadt bei der Verbesserung der Kita-Qualität endlich liefern“, kommentiert Lars Leopold, Landtagskandidat und Landesvorstandsmitglied der niedersächsischen LINKEN, die Förderrichtlinie per Erlass, wonach Niedersachsen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 300 Millionen Euro investieren will, um mehr Personal in die Kindergärten zu bringen.

Leopold weiter: „Wenn das Land nun ab 2017 für fünf Jahre 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen will, dann ist das nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Laut den kommunalen Spitzenverbänden müsste das Land 300 Millionen Euro ausgeben – allerdings in jedem Jahr, um wirklich eine dritte Kraft in den Kitas finanzieren zu können. Zudem drückt sich das Land um eine verbindliche gesetzliche Regelung, auf die sich die Kommunen bei der Planung verlassen können. In den Kitas selbst entstehen so wohl nur befristete Jobs. Nachhaltige und spürbare Verbesserungen für unsere Jüngsten sind so jedenfalls nicht zu erreichen. Die jetzige Initiative ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, wir brauchen aber ein Kita-Qualitätsgesetz, in dem der Personalschlüssel und die Standards in den Kitas verbindlich aufgeführt sind.“