8. März 2018

Zum internationalen Frauentag 2018 erklären die Sprecherinnen des Landesrates Linke Frauen

Die Botschaft der niedersächsischen Landesregierung zu diesem Tag: Der Reformationstag soll neuer Feiertag werden .  

Das ist Patriarchat pur in einem Kabinett mit einem Frauenanteil von fast 43% (immerhin). Nicht nur die LINKE Niedersachsen – auch der Landesfrauenrat Niedesachsen, die Präsidentin des Landtags, die Fraktion der Partei Bündnis/Grüne, die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) fordern und viele Fraueninitiativen fordern: Der 8. März muss neuer Feiertag in Niedersachsen werden

 

Im Bund winkt uns eine Regierung mit einem Frauenanteil von fast 50%. Das wäre ohne 100 Jahre Frauenbewegung und das von ihr erkämpfte Frauenwahlrecht, ihre Politik für eine paritätische Quotierung der Geschlechter nicht denkbar. Aber wir wissen schon heute, von dieser Regierung werden kaum feministische Impulse ausgehen. Der Koalitionsvertrag zeigt: Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit; eine Gesundheitspolitik, die sich den Menschen, nicht den Profiten verschrieben hat; ein Leben ohne Armut, von der vor allem Frauen und Kinder betroffen sind; ein Altern in Würde; eine entschiedene Unterstützung von Alleinerziehenden; gesetzlich garantierte Selbstbestimmung über den eigenen Körper; Gesellschaft, in der Gleichstellung in allen Lebensbereichen selbstbestimmt gelebt werden kann – von all dem steht kaum etwas auf der Agenda der Koalitionspolitik, die uns jetzt blüht.

Die Kämpfe für Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Entscheidungsebenen bleiben unverzichtbar, aber das Patriarchat ist in paritätisch besetzten Entscheidungsstrukturen noch nicht abgeschafft. Es hat sein Gesicht verändert und ein paar Risse im Getriebe, die gilt es als Eingriffspunkte zu nutzen.

Unsere Frauen*kämpfe müssen verstärkt weitergehen für eine Gesellschaft

·         in der der immense Reichtum entschieden zum Abbau von Armut eingesetzt wird;

·         in der alle nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten leben können;

·         in der die Entwicklung eines*einer Jeden die Voraussetzung für die Entwicklung aller ist.