13. Mai 2016 Rita Krüger / Lars Leopold

Solidarität mit den Beschäftigten der Ameos-Kliniken Hildesheim und Osnabrück!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

für euren Einsatz in der aktuellen Tarifauseinandersetzung habt ihr unsere volle Solidarität und Unterstützung. Unser Dank und unsere große Bewunderung gilt zudem Eurem Einsatz und Eurer Solidarität, die ihr den Leiharbeitern in Eurem Betrieb entgegenbringt. Das ist nicht selbstverständlich.

In diesem Jahr stand der 1. Mai ganz im Zeichen der Solidarität. Zu niedrige Löhne, prekäre Arbeit und Tarifflucht sind die Hauptursachen dafür, dass immer mehr Menschen in diesem Land die Altersarmut droht. Es ist daher das richtige Signal, dass die Gewerkschaften in den laufenden Tarifrunden der Metallindustrie, des Öffentlichen Dienstes und im Gesundheitswesen ordentlich Druck für bessere Löhne machen. Löhne unter 12 Euro führen direkt in die Armut.

Leiharbeiter, Werkverträgler, befristet Beschäftigte und Minijobber können keine Zukunft planen. Die Ausbreitung prekärer Arbeit und Tarifflucht muss gestoppt und rückgängig gemacht werden!

 

In den Krankenhäusern etwa fehlen über 100.000 Pflegekräfte. Die Folgen sind Dauerstress, Überlastung und Überstunden. Die Arbeit unter diesen Bedingungen macht die Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen krank. Gegen den Pflegenotstand brauchen wir einen Pflegeaufstand von Beschäftigten, Angehörigen und Patientinnen und Patienten!

Die Bundesregierung muss endlich eine Personalbemessung einführen, die Mindeststandards festsetzt, und eine bedarfsgerechte Finanzierung der Einrichtungen durchsetzen!

 

Es gilt: NICHT DER STREIK, SONDERN DER NORMALZUSTAND GEFÄHRDET DIE PATIENTEN!

 

Solidarität ist notwendiger denn je in einer Zeit, in der die Angst vor sozialem Abstieg Wasser auf die Mühlen der rechten Feinde der Demokratie ist. Das 1 Prozent der Superreichen besitzt heute in Deutschland ein Drittel des Gesamtvermögens, während die untere Hälfte der Bevölkerung fast gar kein Vermögen mehr ansparen kann. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel in diesem Land. Nur eine Revolution für mehr Gerechtigkeit kann verhindern, dass Millionen Menschen im Alter in Armut leben und Millionen Kinder in Armut aufwachsen.

Gute Arbeit, Sicherheit, eine gutes Leben im Alter, der garantierte Schutz vor Armut und das Recht auf Teilhabe auch in Fall der Erwerbslosigkeit - das sind eigentlich Selbstverständlichkeiten in einem reichen Land. Wir müssen sie als soziale Garantien für alle Menschen erkämpfen. Wir müssen uns aber auch solidarisieren gegen Rassismus und rechte Parteien und Gruppen. Denn sie werden die Situation nicht verbessern, sondern verschlimmern.

In diesem Sinne wünschen wir Euch weiterhin viel Erfolg in Eurem Kampf. Bleibt standhaft!

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

 

DIE LINKE. Niedersachsen