23. Juni 2016

Transparenz ist immer die bessere Option

„Das Tarnen und Täuschen in den Chefetagen der Automobilindustrie muss endlich ein Ende haben. Beschäftigte, Öffentlichkeit und Anteilseigner haben das Recht auf eine vollständige Aufklärung aller Umstände im Diesel-Abgasskandal, wobei harte Konsequenzen für die an den Manipulationen Beteiligten nicht ausbleiben dürfen“, erklärt Herbert Behrens, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verkehrsausschuss des Bundestages und designierter Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zum Abgasskandal, anlässlich der heutigen Hauptversammlung von Volkswagen in Hannover. Behrens weiter:

„VW sollte jetzt nicht nur die Dieseltechnologie in Frage stellen, sondern die gesamte Unternehmenskultur. Spätestens seit der gestrigen Einleitung von Ermittlungen gegen die VW-Spitze wegen angeblicher Marktmanipulation dürfte allen klar sein, dass Transparenz im Zweifelsfall immer die bessere Option ist. Die Staatsanwaltschaft muss jetzt prüfen, seit wann Winterkorn und Co. über Softwaremanipulationen und deren finanzielle Auswirkungen auf den Konzern informiert waren. Da diese Informationen auch für den Untersuchungsausschuss im Bundestag von Relevanz sein dürften, plädiere ich nachdrücklich für eine Einbeziehung von Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft und unternehmensinterner Untersuchungen in die Arbeit des Untersuchungsausschusses.“