25. Juli 2016

Armut in Deutschland – verdrängt, beschönigt, entsorgt.

Am 28.7.16 kommt der Armutsforscher Butterwegge nach Wolfsburg (Foto: KV Wolfsburg)

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge ist zu Gast bei Pia Zimmermann (DIE LINKE) zum Feierabendgespräch über Armut inmitten eines reichen Landes und trotz Arbeit, über den Ausbau des Suppenküchenstaates und die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens.

Die rot-grüne «Agenda 2010» brachte den rabiaten Sozialkahlschlag. Seither erhöhen Banken, Konzerne und die mächtigen Wirtschaftsinteressen verpflichtete Politik immer mehr den Druck auf abhängig Beschäftigte und Erwerbslose, auf RentnerInnen, Kranke und Menschen mit Behinderungen. Immer größere Teile von Lohn und Gehalt müssen für alltägliche Bedürfnisse ausgegeben werden. Eine bezahlbare gute Wohnung zu finden ist längst Glückssache. Durch Privatisierung und (Luxus-)Sanierung werden gewachsene Quartiere zerstört, preiswerter Wohnraum vernichtet. Öffentliche Güter werden verschleudert, aber Spekulanten und Finanzindustrie mit Milliarden von Steuergeldern «gerettet». Gleichzeitig wird die reale Armut von der großen Koalition verharmlost und verdrängt. So kann und darf es nicht weitergehen. In lange ungekannter Schärfe ist die Soziale Frage wieder da. Wie sehen sozial gerechte Lösungen aus, die der Mehrheit der Menschen dienen? Welche konkreten Strategien und Konzepte können in Wolfsburg und der Region entwickelt werden?

Darüber möchte Pia Zimmermann mit dem Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge und allen Gästen diskutieren.

Außerdem soll der aktuell von der LINKEN Wolfsburg herausgegebene „Sozialkompass“ präsentiert werden, ein alternativer Stadtführer für den kleinen Geldbeutel.

Für musikalische Begleitung sorgt Michael Letz am Piano.

Der Eintritt ist frei.

Am Donnerstag den 28. Juli um 17 Uhr
Hugo-Bork-Platz / unter dem Glasdach
Wolfsburg