26. Juni 2015

Post-Streik: Soziale Geschäftspolitik statt Entschuldigungsschreiben!

Völlig zu Recht streiken die Beschäftigten der Post derzeit gegen Tarifflucht und für angemessene Arbeitsbedingungen. Statt auf die berechtigten Forderungen der Belegschaft einzugehen und somit den Streik zu beenden, schreibt die Post ihren Großkunden, also auch uns. Wir haben geantwortet und dokumentieren unser Schreiben an dieser Stelle. Das Schreiben der Post gibt es hier als PDF zum Download.

Das Antwortschreiben an die Post 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

das ist ja ein langes Schreiben der Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten des Streiks der Beschäftigten der Post. Diese Situation hätten Sie uns ersparen können, wenn Sie eine andere Geschäftspolitik betreiben würden. Die einzelnen Postfilialien auszugliedern in kleine Shops und damit Tarifflucht zu begehen, kann ich nicht für richtig halten. Damit hat schon Maggi Thatcher in GB Unfug getrieben. Als noch teilweise staatliches Unternehmen sollten Sie die Gesamtkosten der öffentlichen Hand im Blick haben. Gerade bei Tarifflucht werden die zukünftigen Beschäftigten in den kleinen, ausgegliederten Postshops viel weniger Geld verdienen und u. U. Ergänzungsleistungen vom Staat fordern müssen. Dies wird den Bundeshaushalt und nicht zuletzt den Haushalt der Kommunen belasten.

 

Die Menschen vor Ort und die Beschäftigten der Post müssen dies dann ausbaden. Ich solidarisiere mich mit den Streikenden und bin hoch erfreut, das sich so viele beteiligen und wünsche den Streikenden viel Erfolg!!!!!!

 

Also, ich habe kein Verständnis für Ihr Vorgehen.

 

Giesela Brandes-Steggewentz

 

Landesgeschäftsführerin DIE LINKE. Niedersachsen