30. Mai 2017

Ohne Sonntage gibt’s nur noch Werktage!

Lars Leopold

Erneut fordern Warenhaus-Betreiber und Einkaufszentren, ihre Läden sonntags häufiger öffnen zu dürfen und haben hierfür ein Bündnis zur Freigabe der Öffnungszeiten an Sonntagen geschlossen. Hierzu erklärt LINKEN-Landtagskandidat und Landesvorstandsmitglied, Lars Leopold: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage müssen als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erholung gesetzlich geschützt bleiben. Diese Arbeitsruhe hat Verfassungsrang und darf nicht von Profitinteressen des Einzelhandels unterlaufen werden. Ohne Sonntage gäbe es ja nur noch Werktage.“

Leopold weiter: „Weiter ausgedehnte Ladenöffnungszeiten bedeuten für die Beschäftigten im Einzelhandel, überwiegend Frauen, eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Gerade mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leiden besonders sie und ihre Familien bereits jetzt schon unter der im Handel üblichen 6-Tage-Woche. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen Ruhephasen an den Wochenenden, und das ist mit einer Ladenöffnung an den Sonntagen nicht mehr garantiert. Hinzu kommt, dass der Großteil der Einzelhändlerinnen und Einzelhändler faktisch nicht der Tarifbindung unterliegt und damit auch nicht in der Pflicht ist, für den zusätzlichen Sonntag Zuschläge zu zahlen. Wir werden uns daher weiterhin konsequent dafür einsetzen, dass der Sonntag als Zeit der Ruhe und Reflexion, der gemeinsamen Zeit mit Familie und Freunden erhalten bleibt.“