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25. Oktober 2008
Alle fördern, keinen zurücklassen - gebührenfreie Bildung für alle
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Alle fördern, keinen zurücklassen - gebührenfreie Bildung für alle

Die Entwicklungsmöglichkeiten einer und eines jeden hängen heute mehr denn je vom freien Zugang zu Informationen und Wissen ab, von der Möglichkeit, sich zu bilden und an der Kultur dieser Gesellschaft teilzuhaben. Dies ist auch Voraussetzung und Mittel für ihre Veränderung. Bildung ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht. Das Recht auf Bildung und Ausbildung gehört ins Grundgesetz! DIE LINKE fordert seine Verwirklichung für alle Menschen, unabhängig von ihrer Nationalität, Geschlechtszugehörigkeit, sozialen Lage und ihrer besonderen körperlichen und geistigen Verfasstheit.

Es geht um eine demokratische, sozial gerechte und emanzipatorische Bildung für alle - von Anfang an und ein Leben lang. Es geht darum, jeden Menschen in seiner Verschiedenheit zu akzeptieren und sozial wie kulturell bedingte Nachteile im gesamten Lebensprozess immer wieder auszugleichen. Es geht um Lehren und Lernen durch Motivation und nicht durch Angst machenden Druck im Lernprozess. Das muss in den Mittelpunkt der Ausbildung von LehrerInnen und ErzieherInnen gestellt werden.

Misst man die Bildungspolitik der amtierenden CDU/FDP-Landesregierung an diesen Maßstäben, so hat diese Politik eine klare Negativbilanz aufzuweisen: Studiengebühren, faktische Abschaffung der Lernmittelfreiheit, immer stärker selektierende Bildungseinrichtungen, wonach Schulkinder nun schon nach der vierten Klasse getrennt werden, Unterrichtsausfall, Entdemokratisierung der Schulverfassung und immer mehr Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen.

Schule dient so als ein Instrument, mit dem ein Teil der nachwachsenden Generation systematisch ausgegrenzt wird. Dies trifft vornehmlich Kinder aus sozial benachteiligten Familien einschließlich der Migrationskinder. Der Hauptschulbereich entlässt ca. 1/3 seiner Absolventen ohne eine reale Chance, eine Berufsausbildung durchlaufen zu können. Die Auswirkungen sind für die Betroffenen der Erwerb eines negativen Selbstbilds mit der vermeintlichen Gewissheit, das eigene Schicksal selbst verschuldet zu haben, für die Gesellschaft Probleme wie Jugendgewalt, Schulverweigerung und allgemein steigende Jugendstraffälligkeit.

Da Bildungspolitik in Landeshoheit liegt, ist sie zugleich das eigentliche Zentrum jeder Landespolitik, von den Billig-Kitas á la von der Leyen bis zur Billig-Uni von Herrn Stratmann. Auch um dies zu ändern, muss die staatliche Trägerschaft der Einrichtungen erhalten bleiben.

DIE LINKE tritt an, diesen fatalen Kurs aufzuhalten und zu ändern. Sie will deshalb im Landtag Initiativen auf folgenden Feldern ergreifen:


 

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