25. Mai 2017

DIE LINKE. zieht mit feministischer Spitze in den Landtagswahlkampf

Der Landesrat Linke Frauen (LLF) feiert seinen Erfolg: Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde am Wochenende auf der LandesvertreterInnenversammlung ein Antrag für eine feministische Spitzenkandidatur angenommen. Im Januar konnte sich die Frauenstruktur in der niedersächsischen LINKEN mit einer weiblichen Spitze für die Bundestagswahl durchsetzen, nun folgt eine Frau auf Platz 1 der Liste für die Landtagswahl.

„Dieser Erfolg zeigt, dass es Zeit ist für einen neuen feministischen Aufbruch - in der Partei und der Gesellschaft“, freut sich Tina Flauger, die selbst 2008 erfolgreich die Liste zur Landtagswahl angeführt und mit Andrea Henkel und Jutta Meyer-Siebert vom Landesrat Linke Frauen den Antrag eingebracht hatte. „Wir erleben derzeit ein Erstarken antifeministischer Einflüsse in der Gesellschaft. Nicht nur in Deutschland mit der
Afd, sondern auch international. Rechte, konservative Kräfte machen antifeministische Ansichten wieder salonfähig und tragen veraltete Rollenbilder mitten in die Gesellschaft hinein“, so Andrea Henkel in ihrer Rede. „Das Eintreten für Gleichstellungspolitik wird immer häufiger durch eine Polemisierung des Gender-Begriffs diskreditiert“. Da müsse gerade DIE LINKE. sich fragen, was sie dem entgegensetzen will. Es ginge mit dem Antrag auch darum, Frauen in der Politik sichtbarer zu machen und feministische Positionen
selbstbewusst und konsequent nach außen zu vertreten.

Politik sei keine „One-man-show“. Im Rahmen eines feministischen Aufbruchs sei auch ein Kulturwandel in der Partei erforderlich, so Andrea Henkel, Jutta Meyer-Siebert und Tina Flauger. Daher forderten sie eine solidarische Arbeit im Team innerhalb einer Doppelspitze, was ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen wurde.

Die Sprecherinnen gratulieren Anja Stöck zu ihrer Wahl: „Mit Anja Stöck haben wir eine Frau auf Platz 1 unserer Liste gewählt, die eine feministische Haltung in ihrer Lebensweise integriert und diese auch authentisch nach außen vertritt. Wir freuen uns mit ihr!“