15. Februar 2015

Das muss drin sein – das GANZE Leben für ALLE. Zieht euch warm an, Genossen!

Kurzbericht des Landesrates LINKE Frauen (LLF) am 14. Februar 2014 von Jutta Meyer-Siebert

  

Altermut für Frauen? Familie als Doppel- und Dreifachbelastung? Sexismus in allen Lebensbereichen? Wir als Humanressource für kapitalistische Wertschöpfung in allen Lebensbereichen? Weg mit den Zumutungen! Wir wollen ausreichend Rente für ein gutes Leben für alle! Wir wollen CareRevolution! Wir sagen „Tschüß Patriarchat“! Wir wollen „Menschen vor Profite“!
Auch der Landesrat LINKE Frauen zeigte sich bei seinem Treffen am 14. Februar erfasst von den Wellenbewegungen, die die Kampagne „Das muss drin sein – ein Leben ohne Zumutungen“ auf allen Ebenen der LINKE derzeit erzeugt. Überlegungen für einen Beitrag aus frauenpolitischer Sicht war zentraler Tagesordnungspunkt. Es war der Beginn für die Gestaltung einer Aktion, mit der der LLF seine spezifische Umsetzung der Kampagne auf die Straße bringen wird.Der Auftakt lässt schon ahnen: Es wird ein lustvolles und phantasievolles Event. Wir hatten viel Spaß dabei, Zumutungen in unseren Leben auf der MetaplanTafel zusammenzutragen, um dann gemeinsam unsere Antworten auf die je einzelnen Zumutungsgruppen zu formulieren, die es gilt, in LINKE feministischePolitik umzusetzen. Aber wir waren auch wütend und empört über die Zumutungen in einer Gesellschaft, in der es genug Zeit und Geld gäbe, um allen ein gutes Leben zu ermöglichen; in der aber stattdessen eine immer kleiner werdende Gruppe über immer mehr Reichtum verfügt, während Armut und prekäre Lebensverhältnisse zur Normalität von immer mehr Menschen werden, von denen Frauen den größten Teil darstellen. Am Ende diktierte uns der Blick auf die gesamten Ergebnisse unserer Arbeit das Motto des Kampagnenbeitrages des LLF auf eine Karte, ohne dass wir darüber noch diskutieren mussten: Das muss drin sein – das GANZE Leben für ALLE. Damit setzt sich unser Slogan der Kommunalwahl 2011 erneut auf die Tagesordnung – unabgegolten einerseits und mehr denn je an der Zeit andererseits.
Am 14. März – nächstes Treffen des LLF – wird es damit weitergehen, eine Straßenaktion zu konzipieren. Aber wir einigten uns auch darauf, einen aktuellen Text von Frigga Haug zur feministisch-marxistischen Grundlegung linker Politik zu diskutieren.
Am Anfang des LLF-Treffens stand die Diskussion über den Landesparteitag am 7./8. Februar und die Einschätzung des neuen Landesvorstandes aus frauenpolitischer und feministischer Sicht. Wir waren einig: Die Chancen, durch den Landesvorstand frauenpolitische Stärkung zu erfahren, stehen gut. Anja Stöck, die neue Landesvorsitzende, und Giesela Brandes-Steggewentz, die neue Geschäftsführerin, versicherten, dass der Lavo mit aller Wahrscheinlichkeit der Forderung des LLF nachkommen und die frauenpolitische Sprecherin in den geschäftsführenden Landesvorstandwählen wird. Auch die Bewerberin für diese Funktion, Rita Krüger, war anwesend und stellte sich vor. Der LLF sprach mit einer Enthaltung einstimmig
ein Votum für Rita aus. Aus der engagierten Beteiligung der drei Genossinnen an der Arbeit unseres Kampagne-Beitrages ließ sich erahnen, welch feministisches Potenzial in die Führung des neuen Landesvorstandes einziehen wird – Genossen, zieht euch warm an ☺.